Schadensersatzforderungen wegen mangelhafter Leistung

Unzureichende Qualität in Planung und Bauausführung kann zu Beeinträchtigungen des Bauprozesses und Schäden am Bauwerk führen. Zur Absicherung des finanziellen Risikos aus Mangelbeseitigung, Entschädigung und Wiederherstellung des vertragsgemäßen Zustands werden in der Regel von den am Bauprozess beteiligten Planungsunternehmen oder auch von Bauherren für alle Projektbeteiligten Haftpflichtversicherungen abgeschlossen, die im Schadensfall die finanziellen Nachteile beim Geschädigten ausgleichen sollen.

Wird also eine Abweichung vom Vertragszustand festgestellt, wird schnell der Ruf nach einer Versicherung laut, ohne dass vorher der vermeintliche Schaden und sein möglicher Verursacher mit hinreichender Beweiskraft festgestellt wurden.

Hier besteht zunächst die Aufgabe – auf Seiten des Anspruchstellers wie des Anspruchsgegners – die technischen und vertraglichen Sachverhalte so aufzuarbeiten, dass eine einwandfreie Schadensfeststellung und Verantwortungszuordnung möglich ist. Dies erfordert neben versicherungsrechtlichem vor allem aber technischen Sachverstand, um die Planungs- und Bauaufgabe zu analysieren, die Projektabläufe, Zuständigkeiten, Schnittstellen und Wechselwirkungen im Bauprozess nachzuzeichnen und um daraus dann auslösende Ereignisse und Ursachen für Fehlentwicklungen ermitteln zu können.

Eine parallele Darstellung von vertraglichen Projektstrukturen, Leistungsverpflichtungen und Verantwortlichkeiten führt dann zur Identifizierung von Schädigern und Geschädigten. Erst dann kann in eine zielorientierte Diskussion über eine Schadensregulierung eingetreten bzw. können rechtlich fundierte Argumente und Strategien zur Schadensabwehr entwickelt werden.

Für die Schadensregulierung ist die Ermittlung der tatsächlichen Schadenshöhe oft sehr schwierig, da der Planungs- und Bauprozess vielfältigen und vielseitigen Einflussnahmen und Änderungen unterliegt, die das Ergebnis einzelner Arbeitsschritte bestimmen und die neben Verantwortlichkeiten auch Schadensbild und -umfang verändern können. Daher wären häufig aufwendige Fiktiventwürfe und Nachberechnungen erforderlich, um die Auswirkungen eines Fehlers im späteren Gesamtwerk eindeutig abgrenzen zu können. Hier sind praktikable Lösungen gefragt, die, getragen von Sachverstand und Erfahrung, den Beteiligten sachgerechte Schadensquotierungen vorschlagen, die zu vernünftigen Einigungen führen können, ohne den für eine exakte Schadensermittlung hohen zeitlichen und finanziellen Aufwand treiben zu müssen.

Hier steht unser Team aus erfahrenen Ingenieuren zur Verfügung, die über langjährige Berufspraxis in der Bearbeitung, Leitung und Überwachung großer und komplexer Bauvorhaben verfügen und als verantwortliche Führungskräfte insbesondere in der Bearbeitung und Abwicklung von Haftungsfällen und Schadensregulierungen eingebunden waren.

Unsere Leistungen im Einzelnen:

  •       Ermittlung der Projektgrundlagen, -beteiligten, -abläufe, -strukturen etc.
  •       Analyse der Vertragsbeziehungen und Leistungsverpflichtungen
  •       Bearbeitung und Strukturierung des schadensrelevanten Schriftverkehrs
  •       Technische Analyse des Schadensbildes, der Abläufe und der Schadensfolgen
  •       Ursachenermittlung
  •       Ermittlungen zur Schadenshöhe, Regulierungsvorschläge